Männer 2: SVF 2 vs. SG Schorndorf

SV Fellbach 2 vs. SG Schorndorf 24:38 (15:18)

Licht, Schatten und eine Erkenntnis
Im Pokalwettbewerb verliert die Zweite das erste Pflichtspiel der neuen Saison unter Coach Benny Manz am Ende sehr deutlich mit 24:38 gegen den Landesligavertreter aus Schorndorf um Ex-Fellbacher Timo Zoller. Dabei reicht eine kurze Phase der Fellbacher Unaufmerksamkeit Mitte der zweiten Hälfte, um den bis dahin ausgeglichenen Spielverlauf gänzlich zu kippen.

Denn zu Beginn schenkten sich die Teams nichts, auf beiden Seiten konnten sich die Torhüter in Szene setzen und die Abwehrreihen arbeiteten aggressiv und eng am Gegenspieler. So hielt Fellbach das Spiel offen und glich wiederholt aus (8:8 / 16., 11:11/22.) – erste eine Auszeit kurz vor der Halbzeitpause (15:15/28.) verschaffte den voll geforderten Gästen von der Rems die nötige Luft, um dann doch mit einem 18:15-Vorsprung in die Kabine zu gehen, nicht zuletzt, da sich in dieser wichtigen Phase erstmals einige grobe Fehler ins Spiel der Zweiten schlichen.

Nichtsdestotrotz war zur Halbzeit klar, dass Fellbach heute mithalten können wird – wenn die Leistungsbereitschaft und Konsequenz hoch bleiben. Mit voller Kraft stemmten sich die Hausherren so auch zu Beginn der zweiten Hälfte gegen die Schorndorfer und man kam wieder bis auf 19:20 heran (38.), dann jedoch verlor die Zweite den Faden im Angriff komplett, sodass sich auch in die mehrfach dezimierte Abwehr viele Fehler schlichen, die klug bestraft wurden. Beim Stand von 19:24 (44.) kam dann mit der dritten Zeitstrafe gegen Angriffsdirigent Louis Rieck der Worst-Case dazu und die Fellbacher verloren das Spiel völlig aus der Hand. Bis zum 19:30 (50.) sollte kein Treffer mehr gelingen und die geknickten und deprimierten Fellbacher ließen die Köpfe hängen, sodass das Ergebnis noch richtig deutlich wurde.

Alles in allem ist nichts passiert, das letzte „Testspiel“ auf Wettkampfniveau war ein guter Gradmesser und ein Warnschuss zur letzten Gelegenheit – mit 80 oder 90 Prozent Einsatz, Konzentration und Bereitschaft wird es gegen jeden Gegner schwer werden. Andererseits konnte man gegen einen letztjährigen Aufstiegsaspiranten der Landesliga bis Mitte der zweiten Hälfte sehr gut mithalten, was Hoffnung macht. Spielt das Team gemeinsam in den gelernten Abläufen und wächst noch weiter zusammen, so dürfte sich am nächsten Wochenende bei der schweren Aufgabe gegen die harzfreie SV Hohenacker/Neustadt ein anderes Bild zeigen, und die guten Momente die weniger gelungenen überwiegen.