Männer 1: SVF vs. NSU 2

Kappelberger Jungs gelingt das Meisterstück

Vor wenigen Monaten saßen die Kappelberger Jungs rund um Trainer Martin Mößner im Trainingslager zusammen und jedes Einzelne Teammitglied dürfte sein Ziel für die Saison definieren. Nach dem Beinahe Abstieg in der Saison 2015/2016 steckten viele der Jungs das Ziel eher niedrig. Der schnellst möglichste Klassenerhalt war ein oft genannten Ziel, nur wenige Ausnahmen nannten das komplette Gegenteil. Einer der Wenigen war der Halb-Rechte Kai Liebing. Er definierte deutlich das Ziel Aufstieg und wurde für diesen Optimismus von seinen Mannschaftskameraden eher belächelt.

Doch am vergangenen Samstag nach Spielschluss konnte gerade dieser Kai Liebing grinsen wie ein Honigkuchenpferd. Er hatte Recht behalten. Natürlich grinste nicht nur er sondern die gesamte Mannschaft, hatten Sie ja das vorgegebene Ziel von Kai Liebing erreicht. Sie tüteten einen Spieltag vor dem Ende der Runde die Meisterschaft in der Landesliga Staffel 1 ein und sind somit direkt in die Württembergliga aufgestiegen.

Wie auch in den 12 Heimspielen zuvor, schafften es die Fellbacher Handballer dem gegnerischen Team die Grenzen aufzuweisen und siegten auch im 13. Heimspiel. Ungeschlagen in der Zeppe, doch nicht nur ihnen, auch der zweiten Herrenmannschaft gelang dieses Kunststück. Und wie auch die  „Erschde“ gewann auch die „Zwoide“ ihr Klassement.

Doch nun kurz weg von der gewonnenen Meisterschaft und kurz zur Begegnung vom vergangenen Samstag. Die Nebenrolle an diesem Abend übernahm die Reserve der Neckarsulmer Sportunion.  Die Gäste hatten bis vor dem Spiel ihren Klassenerhalt noch nicht sicher und wollten gerade deshalb durch eine kämpferische Leistung auf irgendeine Art und Weise etwas Zählbares vom Kappelberg mitnehmen.

Zu Beginn schien dies auch zu gelingen und nach 12 Minuten war das Spiel beim Spielstand von 6:6 noch offen. Immer wieder gelang es dem Fellbacher Team ihren Shooter Kai Liebing in Szene zu setzen, der bereits nach 22 Minuten zum sechsten Mal einnetzte (13:11). Paul Feirabend verkürzte per Siebenmeter für die Gäste nochmals auf 13:12 bevor die Kappelberger Jungs sich bis zur Halbzeit auf 17:13 absetzen konnten.

In der zweiten Halbzeit gelang es den Kappelberger Jungs schnell die Führung auf fünf Tore zu erhöhen. Immer wieder führte das Heimteam dann sogar mit sechs Toren. Doch die Neckarsulmer Sportunion gab sich selbstverständlich nicht einfach so geschlagen. Durch drei Tore in Folge konnten die Gäste nochmals deutlich verkürzen (30:27, 51‘). Doch schnell schob die Kappelberger Jungs in Person von Lukas Connert der Aufholjagd einen Riegel vor. Mit einer sechs Tore Führung ging es in die letzten fünf Minuten. Diese Führung gaben die Jungs von Trainer Martin Mößner nicht mehr her und nach 60 Minuten, beim Spielstand von 36:30, stand fest das die Jungs vom Kappelberg nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden können.

Dem Jubel und den Feierlichkeiten standen also nichts mehr im Wege und die erste Mannschaft ließ gemeinsam mit ihrem Anhang die Korken knallen. Lange in die Nacht wurde die Meisterschaft gefeiert… Mittendrin natürlich auch Kai Liebing, der bereits vor der Saison wusste, was er mit seinen Jungs erreichen will und es nun auch getan hat.

…Doch noch ist die Runde nicht vorbei…

Denn nach der Pflicht kommt nun die Kür. Denn auch wenn das Team sich bereits vorzeitig die Meisterschaft gesichert hat, geht es am nächsten Wochenende bereits weiter. Am letzten Spieltag müssen die Kappelberger Jungs noch beim bereits feststehenden Absteiger aus Ludwigsburg-Ossweil ran. Hier können beide Mannschaften zwar keinen Boden gut bzw. schlecht machen aber jedoch geht es um zwei weitere Punkte auf der Habenseite. Deshalb wäre es natürlich auch wieder schön, wie bereits in den letzten Wochen, das viele des rot-weißen Anhang auch den Weg nach Ossweil auf sich nehmen um beim letzten Spiel der Kappelberger Jungs in der Spielsaison 2016/2017 dabei zu sein.

Für den SV Fellbach spielten:
Manuel Weinmann, Pirmin Haas - Juri Sawada (5), Kai-Steffen Liebing (9), Maximilian Pfeil, Moritz Schäfer (1), Lukas Connert (5), Patrick Brunner (1), Nico Bauer (2), Christoph Acker (7/5), Timo Kelle, Vincent Kesel (1), Alexander Schuhbauer (4), Daniel Toth (1).