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Saison 2010/2011


Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Handballfreunde,
 
im Mai 1992 hatte sich die Männermannschaft des SVF mit 2 denkwürdigen Siegen in den Relegationsspielen gegen Balingen erstmals für die Oberliga Württemberg (Trainer damals: Hans Ulmer, Spieler: Heiko Rihm, Udo Wente, Steffen Wertz, u.a.) qualifiziert. In dieser Liga behauptete sie sich dann sechs Jahre, um dann dort mit der Meisterschaft zum Ende der Saison 1998/99 (33:11 Pkte) in die Regionalliga aufzusteigen. Eine gewaltige Herausforderung, galt es doch sich als Neuling in einer 14er Staffel gleich im ersten Spieljahr im ersten Tabellendrittel zu etablieren. Das war Voraussetzung für den weiteren Verbleib, da die damals noch zweigleisige Regionalliga Süd (28 Teams) im Folgejahr auf eine Staffel mit 16 Mannschaften zu reduziert werden sollte. Diese hohe Hürde wurde mit Erfolg genommen, und es folgten weitere 4 Jahre in dieser Spielklasse. Bei zuletzt 18:42 Punkten hatte es dann (2003/04) für den weiteren Verbleib nicht gereicht, so dass der SVF ab der Saison 2004/05 in der inzwischen (2000) neu gegründeten Baden-Württemberg-Liga (BWOL) für weitere 6 Jahre eine neue sportliche Heimat fand. Im vergangenen Spieljahr gab es infolge einer weiteren Strukturreform in den Regionalligen auch in der BWOL einen verschärften Abstieg, der dem SVF diesmal zum Verhängnis wurde. Platz 12 bei 23:37 Punkten in einer 16er Staffel, sonst allemal gut genug für den Klassenerhalt, war diesmal zu wenig. Mit umgekehrten Punkteverhältnissen hatte das jeweilige Team in den Jahren davor fünfmal hintereinander die Saison jeweils auf Platz 6 bzw 5 abgeschlossen. Dass es nun Platz 5 von unten betrachtet wurde, ist zweifellos eng mit der großen personellen Fluktuation (Spielerwechsel in halber Mannschaftsstärke) verbunden, die der SVF erneut zu bewältigen hatte. Die Integration von Neuzugängen, teilweise ohne entsprechende Ligaerfahrung macht dies nicht einfacher, und beeinträchtigt das mannschaftliche Spielverständnis. Die größten Fortschritte hinsichtlich eines geschlossenen Mannschaftsspiels waren hierbei zweifellos im letzten Saisondrittel sichtbar. Doch da war es freilich schon zu spät.
Fast 20 Jahre nach dem erstmaligen Aufstieg wird der SV Fellbach daher nun wieder in der höchsten rein württembergischen Spielklasse der Württemberg Liga, Staffel Nord, den Ball spielen. Und auch in dieser Saison gilt es einmal mehr wieder eine große Zahl neuer Spieler zu integrieren und eine eingespielte Mannschaft zu formen. Frieder Hansen, in der vergangenen Spielzeit eigentlich als Spieler zu uns gestoßen, wird sich dieser kniffligen Aufgabe als Trainer stellen, nachdem er verletzungsbedingt auf eine weitere eigene Spielerkarriere verzichtet hat. Als „Co“ steht ihm unser bisheriger Trainer der M2, Jörg Berger zur Seite, der seinerzeit in den 90er Jahren der damaligen Fellbacher Oberligamannschaft auch schon als Spieler angehörte. In der Nachfolge auf Harald Beilschmied und Mirko Henel, die nach dreijähriger engagierter Arbeit für den SVF weiterhin in anderen Vereinen der BWOL als Trainer das Zepter führen, bringt das neue Team beste Voraussetzungen ein, den neuen Kader aufzubauen und langfristig zum Erfolg zu führen.
Dies setzt auch im Unterbau entsprechende Strukturen voraus, um den nachrückenden Jugendlichen ausreichende Perspektiven zur Weiterentwicklung im eigenen Verein zu bieten. Mehr denn je bietet sich die Chance für A-Jugendliche auf erste Einsätze bei den Aktiven. Klar, dass dabei für unsere M2 die Zielsetzung lauten muss, in der Bezirksklasse auch am Ende ganz oben dabei zu sein, und nicht nur, wie in der zurückliegenden Runde, sich einerseits als Favoritenkiller zu profilieren, dafür andererseits aber Punkte in Spielen abzugeben wo die Favoritenrolle eindeutig bei den Fellbachern lag, und so im Mittelfeld (22:22 Pkte) zu landen. Dementsprechend intensiv wurde an der neuen Zielsetzung auch schon in der Vorbereitung gearbeitet. Für den in die WL entsandten Jörg Berger hat nun Michael Blodig die Verantwortung hierfür übernommen. Schon in jungen Jahren hatte er als Trainer von Jugendmannschaften seine ersten Erfahrungen gesammelt, und dann konsequent verschiedene Fortbildungs-Lehrgänge besucht, entsprechende Scheine gemacht, und inzwischen sogar die B-Lizenz erworben. Er gehört damit zweifellos zu den Jüngsten im Bereich des HVW, die eine solche Qualifikation nachweisen können, und ihm Respekt innerhalb der Mannschaft, bei Routiniers wie Talenten gleichermaßen verschafft.
 
Mit drei Siegen gleich zu Saisonbeginn schien der Wiedereinstieg in den Spielbetrieb der Frauen zunächst leichter als erwartet. Doch bereits nach drei weiteren Spielen war die erste Euphorie von der Realität eingeholt. Am Ende darf man mit einem fast ausgeglichenem Ergebnis (16:20) und Platz 6 angesichts eines noch knappen Mannschaftskaders durchaus zufrieden sein. Damit ist ein erster grundlegender Schritt für einen längerfristigen Aufbau erfolgreich begangen worden, den Dietmar Lutz und Frank Müller weiterhin mit Geduld voranbringen werden.
 
Wenn auch der Sprung in die Verbandsklassen der Jugend diesmal noch nicht gelungen ist, halten uns doch gute Platzierungen in den Spielebenen des Bezirks diese Option für die Zukunft offen.
Das von Jugendkoordinator Martin Mössner eingeführte und umgesetzte Jugendkonzept mit der über alle Altersklassen hinweg durchgängigen Ausbildung und Förderung setzt zunehmend Akzente.
Im männlichen Bereich sind alle Altersklassen besetzt, bei D-,B- und A-Jugend sogar mit jeweils 2 Teams. Ganz so gut sieht es bei den Mädchen leider (noch) nicht aus, doch auch da gibt es bereits an der Basis in der E-Jugend eine reine Mädchenmannschaft. Die Beteiligung an der HVW Aktion für Mädchen unter dem Motto „Lauf dich frei, ich spiel‘ dich an“ hat im Verbandsgebiet wie auch lokal große Aufmerksamkeit erzeugt. Bei diesem Aktionstag für Mädchen im Grundschulalter haben zur großen Überraschung aller nahezu 14 000 Mädchen teilgenommen, und anstelle eines normalen Unterrichtsvormittags diese Zeit mit verschiedenen Spielen rund um den Hand-Ball mit viel Begeisterung in den Sporthallen verbracht. Die SVF Handball Abteilung hatte diesen Handballtag für alle Schülerinnen der Grundschulklassen der Zeppelinschule organisiert und dabei über 130 Mädchen betreut. Eine zwar aufwändige aber nicht minder lohnende Aktion, die viel Interesse geweckt hat, und in ähnlicher Form eine Fortsetzung erfahren soll.
 
Die Terminplanung zur Spielplanerstellung erwies sich diesmal als besonders arbeitsintensiv. Das zuerst vorliegende Heimspielraster für 2010/11, das schon zu Jahresanfang 2010 entsprechend der BWOL Planung vorgelegen hatte, war mit dem Abstieg in die WL weitgehend Makulatur. Zwangsläufig mussten daraufhin zunächst die internen Termine mit den anderen Nutzern der Zeppelinhalle (GW, CVJM) neu koordiniert werden. Als dann der Spielplan der für die WL, der nicht über einen Staffeltag sondern im „Online-Verfahren“ auf der HVW Webseite erstellt wird, für beide Staffeln als fertiger Entwurf vorlag, wurde dieser infolge eines aktuellen Urteils des Verbands-Sportgerichts nochmals umgeworfen. Diesem Urteil zufolge war eine weitere Mannschaft zum Spielbetrieb der WL zuzulassen, was die Aufstockung der Staffel Nord von 14 auf 15 Mannschaften mit den entsprechenden Terminkorrekturen nach sich zog. Als unmittelbar betroffener Verein war dann erneut zunächst die interne Koordinationsrunde der Zeppelin-Hallennutzer gefragt, damit auch alle Heimspieltermine platziert werden konnten. Erst als der wieder überarbeitete Spielplan endlich vorlag, konnte auch die Spiele auf Bezirksebene platziert werden, was dann auch innerhalb von knapp 2 Wochen recht zügig erledigt war. Sollte der Spielplan also gelegentlich nicht richtig „rund“ erscheinen, ist dessen Ursache wohl in den obigen Ausführungen zu finden.
 
Mit 4 aktiven, 13 Jugendmannschaften (A-E), sowie 3 Miniteams gehen damit 20 Mannschaften in die neue Saison, in der sie sich in weit über 200 Spielen präsentieren werden.
 
Die Meldung der Spielergebnisse erfolgt nun durchgängig für alle Mannschaften per SMS, und macht diese sowie die aktualisierten Tabellenstände dann für web-fähige Handys unmittelbar nach Beendigung der Spiele online abrufbar. Damit haben alle, die Zuschauer vor Ort, und auch diejenigen, die ein Spiel ihrer Mannschaft nicht direkt verfolgen können, die Chance sich unmittelbar über die Leistungen ihrer Favoriten und deren Konkurrenten zu informieren. Dies ist zusätzlich möglich über unsere Homepage (www.fellbach-handball.de), die HVW-Seite (www.hvw-online.org/Spielbetrieb für Verbandsspiele), oder (www.rs.hvw-online.org für Spiele des Bezirks).
 
Das nun vorliegende neue Saisonheft vermittelt Ihnen die grundlegenden Informationen zum Spielbetrieb unserer Mannschaften und sonstigen Aktivitäten der SVF- Handballabteilung. Viele dieser Informationen finden Sie wie gewohnt im Internet auf unserer Homepage (www.fellbach-handball.de), die auch über den Saisonverlauf ständig mit aktuellen Inhalten ergänzt wird, und Sie über alles auf dem Laufenden hält.
 
Unsere Mannschaften werden nicht nur auf dem Spielfeld gefordert sein, sondern auch ihren Beitrag in der gesamten Organisation der Hallenrunde leisten, wie auch die Mitglieder der Abteilungsausschüsse, die Trainer und Betreuer. Traditionell können wir sicher auch wieder auf die Unterstützung aus den Spielerkreisen und bei unseren Jugendlichen auch durch deren Eltern zählen. Diese Unterstützung ist bei der Vielfalt an Aufgaben auch dringend notwendig, und wird, wie es in der Vergangenheit immer wieder zu sehen war, mit viel Verantwortungsbewusstsein und Freude erbracht. Hierfür möchte ich allen im Namen der Handballabteilung für die bisher wieder eingebrachte Mitarbeit ganz herzlich „Danke“ sagen.
 
Auf umfangreiche Unterstützung sind wir auch angewiesen um die finanziellen Grundlagen zu schaffen, ohne die ein Sportbetrieb auf diesem hohen Niveau nicht denkbar wäre. Daher gilt unser Dank auch in besonderem Maße unseren Werbepartnern und Sponsoren, die alle innerhalb dieses Hefts mit Anzeigen und teilweise auch in der Sporthalle mit Banden und speziellen Aktionen wiederzufinden sind, und uns vielfach schon seit vielen Jahren treu zur Seite stehen.
 
Mit der neuen Anzeigentafel, mit der die Stadtverwaltung das „störungsanfällige“ Vorgängermodell ersetzt hat, werden unsere Heimspiele sicherlich noch spannender zu erleben sein. Neben der reinen Spielzeit zeigt diese wie in Profiligen auch die Auszeiten, und die Strafzeiten der Spieler im Detail an. Jeder Zuschauer kennt das Kribbeln, wenn bei engen Spielständen „jede Sekunde zählt“, je nach Blickwinkel unendlich lang oder extrem kurz erscheinen kann, je nachdem welche Mannschaft aus der aktuellen Situation Profit zeihen kann.
 
Damit bleibt unseren Mannschaften zu wünschen, dass die Anzeigentafel nicht nur in der Zeppelinhalle für ihr Team immer das wunschgemäße Ergebnis anzeigt, und sich nicht nur in der eigenen Halle, sondern auch auswärts der entsprechende Erfolg einstellt.
 
Insbesondere bei uns in der Zeppelinhalle werden wir die Spiele im Anschluss gebührend zu diskutieren und hoffentlich zu feiern haben. Kommen Sie zu uns, feuern sie unser Mannschaften an, und lassen Sie uns gemeinsam die sportlichen Leistungen in der „Nachbereitung“ in unserem Foyer würdigen.
 
 
Walter Hartmann